Jahrgang 1971, aufgewachsen im westfälischen Lemgo, Journalistik-Studium in Dortmund, mehrmonatige Auslandaufenthalte in eher hügeligen als bergreichen Regionen (Australien, Finnland), seit 2003 Redakteur mit wechselnden Stationen in der GEO-Familie.
"Ein ganzes Kabinett schräger Gestalten bevölkert das Basislager auf der Everest-Südseite. Gnadenlos, aber auch nicht ohne Sympathie beschreibt Markus Wolff die Expeditionsteilnehmer und ihren Leiter Russell Brice, die Hoffnungen der Ersteren (auf dem Gipfel zu stehen) und die Sorgen des Letzteren (bloß keine Leiche, die wäre schlecht fürs Geschäft und kostet Geld). Der Einblick ins Lagerleben und seine (auch finanziellen) Mechanismen ist überraschend, absurd, witzig und traurig zugleich, in jedem Fall aber vergnüglich zu lesen."
"Wer hätte jemals gedacht, dass der Alpinismus zu einer soziologischen Versuchsanordnung werden könnte? Zu einer Art LD-50-Test der psycho-sozialen Leistungsfähigkeit. Das Basislager des Mount Everest ist solch ein Ort und Markus Wolff beschreibt ihn und seine verbissenen Akteure mit der Präzision eines Ameisenforschers, der in sein Mikroskop schaut."
"Ein mit Ironie geschriebener Text, der das beinharte, letztlich zynische Geschäft mit Sensationslust und deren Grenzen ohne erhobenen Zeigefinger beschreibt. Wir erleben das Basecamp des höchsten Berges der Welt als Jahrmarkt der Eitelkeit, auf dem Geld fast – aber eben nur fast – alles gilt."
"Mit Witz und Genauigkeit liefert Markus Wolff in „Das Sterne-Camp“ einen atmosphärisch dichten Bericht von den stets gut besuchten Basis-Lagern am Mount Everest. Gleichmütig schildert er, wer sich alles am Fuß des höchsten Berges der Welt tummelt, wem der Veranstalter Chancen auf den Gipfelsieg gibt und wie manches am Ende ganz anders kommt als selbst die sich allmächtig wähnenden Reiseveranstalter meinen."
"Eine Expedition auf den Gipfel der Dienstleistungsgesellschaft. Für Geld gibt es unterhalb des Everest wirklich alles. Manchmal gar den Tod."