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Berg.Welten 2007 - Urs Willmann
Ich bin aufgewachsen in Neftenbach; das Dorf gehört zum Zürcher Weinland. Auf die Welt gebracht hat man mich am 25. August 1964 allerdings in Winterthur, wohin ich...
Ich bin aufgewachsen in Neftenbach; das Dorf gehört zum Zürcher Weinland. Auf die Welt gebracht hat man mich am 25. August 1964 allerdings in Winterthur, wohin ich später zurück kehren sollte: Gymnasium. In Zürich studierte ich zirka 10 Semester Germanistik, Filmwissenschaften und Publizistik. 1989/90 besuchte ich die Ringier-Journalistenschule, eröffnete anschließend ein Pressebüro in Zürich und schrieb als freier Journalist für deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften. Ab 1995 arbeitete ich während dreieinhalb Jahren als Redakteur für das Schweizer Nachrichtenmagazin Facts. Seit September 1998 lebe ich mit Frau und Kind in Hamburg und bin Mitglied der Wissen-Redaktion der Zeit, seit 2005 als stellvertretender Ressortleiter. Hier kümmere ich mich unter anderem um die Archäologie-Berichterstattung und den ZEIT-Bildungskanon, schreibe aber auch über Tiere, Tod oder Lebensmitteltechnologie. Und wenn sich die Gelegenheit bietet: am liebsten über Berge.
„Schon wieder mit Hans Kammerlander unterwegs! Aber Urs Willmann gelingt das Kunststück, einen nochmals in die fremde, seltsame Welt der Strapazwanderer mitzunehmen – und man geht mit. Die Menschenbeobachtung ist Reportage vom Feinsten – also eigentlich Literatur.“

„Perfekte Balance zwischen Schmerzen und Scherzen: Ein wunderbarer alpiner Selbstversuch über die wandernde Selbsterfahrungs-Kultur und ihre medialen Ausläufer.“

„Obwohl das Thema Extremwandern nicht neu ist, überzeugt Urs Willmann mit seinem gekonnten Spiel auf der Klaviatur der Reportage. In jedem neuen Absatz zeigt er, dass er das journalistische Handwerk beherrscht, indem er den Fortgang der Wanderung immer wieder durch seine Innensicht und die präzise Beobachtung der Mitwanderer bricht. Auf dieser Metaebene entlarvt er mit feinem Humor die Auswüchse des modernen Bergsports im 21. Jahrhundert, ob die nun Ausrüstungsfetischismus, Leistungsbezogenheit oder Geschäftstüchtigkeit touristischer Anbieter heißen. Und trotz dieser impliziten Kritik kommt der Text wunderbar elegant und leichtfüßig daher.“

„Extremtouren, 36 Stunden Wandern am Stück. Wie Urs Willmann diese neueste Eskalation am Berg erlebt, erträgt und beschreibt, ist ein großer Lesegenuss.“

„Ein hervorragender, detailreicher und ironischer Text, der viel aussagt, über Trends im aktuellen Bergsport, so da sind der Eventcharakter - ein prominenter Profi lockt im Dienste der Alpinindustrie eine Schar zahlender Hobbysportler, deren masochistischer Ehrgeiz keine Grenzen kennt, zu einem außergewöhnlichen Abenteuer; die Tourismusregion sorgt für Inszenierung mit Freibier, Musikkapelle und Souvenirs. Dazu der Ausrüstungsfetischismus, den eine gewaltige Sportartikelindustrie am Leben hält.“
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