Geboren 1974 in Berlin, hat Rechtswissenschaften und Biologie studiert und als freier Autor unter anderem für die „Berliner Zeitung“, „Merian“ und die „taz“ geschrieben. Nach dem Ersten Juristischen Staatsexamen besuchte er die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Seit Juli 2002 ist Lars Abromeit als Redakteur und Reporter bei GEO, seit 2006 dort verantwortlich für Abenteuer- und Expeditionsthemen. Für seine Arbeit wurde er mit dem „Axel-Springer-Preis”, dem „Medienpreis Entwicklungspolitik” und dem „Henri-Nannen-Preis“ ausgezeichnet.
"Ein Text, bei dem man nicht unbeteiligt bleiben kann. Was als relativ harmlose Reportage über die wissenschaftlichen Forschungen eines Biophysikers beginnt, bekommt eine ungleich größere Dramatik, wenn deutlich wird, dass der Professor beide Unterschenkel bei einem Bergunfall verloren hat und all seine Energien in die Entwicklung von Prothesen und biomechanischen Apparaten steckt, welche die menschliche Anatomie nicht nur ersetzen, sondern sogar verbessern können. Der Leser bleibt mit Fragen zurück: Wohin führt uns die Technik? Ist der Mensch durch Maschinen ersetzbar? Ist Behinderung durch Technik „reparierbar“? Ist Hugh Herr genial oder ein Getriebener? Tolles Thema, das seinen Anlass in den Bergen hat, aber weit über sie hinausweist."
"Fast unglaublich der Fall, den uns Lars Abromeit erzählt: „Beinlos klettern“, die bizarre Überlebensgeschichte eines amerikanischen Alpinisten, der heute mit computergesteuerten Beinprothesen seiner Leidenschaft frönt. Kühl und fast wie beiläufig aufgezeichnet, lässt uns dieser Text eine schaurig-schöne Zukunft erahnen: die Verwandlung des Gipfelgehers zum Gecko, die high-technische Apotheose des Bergsteigens."
"Ein Text, der auf meisterhafte Weise Staunen und Fürchten lehrt, der die Schwebe hält zwischen Faszination und Beklemmung und damit die Frage aufwirft nach Zukunft und Grenzen des Machbaren. Begegnen wir hier dem neuen, besseren Menschen oder stehen wir vor dem „Frankenstein“ des einundzwanzigsten Jahrhundert? Dass diese Frage offen bleibt, gibt dem Text Souveränität."
"Lars Abromeit beschreibt in seinem kurzweiligen Text „Beinlos Klettern“ einen Professor am MIT (Massachusets Institute of Technology), der aus einer Jugendtorheit sein Lebensthema entwickelt hat: Er verlor bei einem Kletterabenteuer seine Beine und arbeitet seither daran, Prothesen zu entwickeln, die seine Beine ersetzen. Immerhin klettert der Professor vor den Augen des Autors behände eine Wand hinauf."
"Vom Krüppel zur Menschmaschine: ein faszinierendes Porträt eines Mannes, der die eigenen Grenzen und vielleicht gar jene der Menschheit auslotet."
Beinlos klettern, erschienen in "GEO", 17. Dezember 2010